Malediven kennen lernen

Die Malediven werden mehr und mehr ein Paradies für Urlauber, die der Terrorgefahr in Europa und der Türkei und den nordafrikanischen Staaten entgehen wollen. Doch über die Malediven selbst bzw. deren Bewohner ist kaum etwas bekannt. Tourismus wird hier zwar schon seit den 1970er Jahren betrieben. Doch die Touristen wohnen abgeschottet von den Einheimischen auf Resort-Inseln. Diese wurden extra für den Tourismus präpariert und sogar mit einer Kläranlage versehen. Die mangelnde Offenheit der Regierung der Malediven stört die meisten Touristen aber nicht. Sie nehmen aber auch gerne das Angebot wahr, dass sie die eine oder andere Einheimischen Insel besuchen und so ein bisschen in Kontakt treten können mit den Bewohnern der Malediven. Allerdings sind diese durch die mehr als 40 Jahre dauernde Abschottung durch die Regierung gegenüber den westlichen Touristen doch ein wenig voreingenommen. Und auch viele Touristen fühlen sich nicht wohl auf den Einheimischen Inseln, weil sie denken hier nicht willkommen zu sein.

Foto: A.Dreher  / pixelio.de
Foto: A.Dreher / pixelio.de

Probleme durch den Tourismus

Es ist dabei nicht nur die Religion, der Islam, der die Touristen und die Einheimischen voneinander unterscheidet und trennt. Viele Einheimische sind auch der Meinung, dass der Tourismus auf den Malediven Fluch und Segen zugleich ist. Tatsache ist, dass durch den Tourismus mehr Müll entsteht und die westliche Lebensweise doch so in die Kultur der Malediven-Bewohner getragen wird. An der Lösung dieser Probleme mit Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung und Müll wird zurzeit aber gearbeitet. Die zaghafte Öffnung der Malediven gegenüber den Touristen kann den Graben, der in mehr als vier Jahrzehnten entstanden ist, aber nicht überbrücken. Vorurteile gibt es auf beiden Seiten.