Malediven – Inselparadies mit Geheimnissen und Problemen

Die Malediven Inseln im Indischen Ozean sind ein beliebtes Ziel von deutschen Urlaubern, die weit weg von jeglicher Terrorgefahr Urlaub machen möchten. Das Archipel besteht aus 26 Atollen, welche als Spitzen eines Unterwassergebirges ganz gering über den Meeresspiegel hinausragen. Rund 1200 Inseln umfasst das Archipel. Ca. 100 davon werden als Resort- also Hotel-Inseln genutzt. Sie sind den Touristen vorbehalten. Auf den ersten Blick eine sehr gute Einteilung. Doch wer die Kultur von diesem Land erkunden möchte, der hat es schwer. Denn nur wenige der Einheimischen Inseln dürfen überhaupt von Touristen besucht werden. Überhaupt sind die Einheimischen gegenüber Touristen angehalten seitens der Regierung möglichst Kontakt zu vermeiden. Wegen dieser nicht praktizierten Offenheit auch seitens der Regierung ist es schwer etwas über die Malediven und ihre Einwohner zu erfahren.

Foto: Martin Simon  / pixelio.de
Foto: Martin Simon / pixelio.de


Geheimnisvolle Einheimische

Die Einwohner der Malediven stammen vermutlich von Zuwanderern aus Sri Lanka , von Seefahrern, Händlern und Schiffbrüchigen mit arabischer, afrikanischer und malaysischer Herkunft ab. Als die ersten Araber auf die Inseln kamen, brachten sie auch ihre Religion, den Islam mit. Neben dem Oman und Katar gehören die Malediven heute zu den wenigen Staaten, in denen die Bevölkerung zu 100 Prozent muslimischen Glaubens ist. Auch die Sprache der Menschen auf den Malediven ist stark arabisch geprägt. Man spricht hier Dhivehi, eine Sprache mit vielen arabischen Fremdwörtern, die sogar über eine eigene Schrift namens Thaana verfügt. Verkehrssprache auf den Hotel-Inseln ist Englisch. Viele Menschen auf den Malediven leben heute noch vom Fischfang.

Versteckte und offenkundige Probleme

Darin liegt auch eines der offenkundigsten Wirtschaftsprobleme der Malediven. Doch auch der Tourismus bereitet auf den Malediven sehr große Probleme inzwischen. So besteht zum Beispiel ein Problem mit der Wasserversorgung der Inseln und auch das Abwasser macht den Verantwortlichen vor Ort große Sorgen. Die Hotel-Inseln verfügen aber alle über eine kleine Kläranlage. Dies ist inzwischen auf den Malediven Vorschrift. Früher wurden die Abwässer einfach ins Meer geleitet. Doch auf vielen Einheimischen Inseln ist dies immer noch traurige Realität. Zudem sind die Malediven ein Inselparadies, das früher oder später zum Untergang verdonnert ist. Denn der Klimawandel lässt den Meeresspiegel auch im Indischen Ozean steigen. Und die nur wenige Meter hohen Malediven Inseln drohen zu versinken.