Malediven – ein kleiner Benimmknigge

Mit allzu vielen Einheimischen auf den Malediven wird kein Tourist in Kontakt kommen. Die Insel-Resorts werden in der Regel von ausländischen Unternehmen betrieben, die auch entsprechend englichsprachige oder sogar deutschsprachige Angestellten haben. Einheimische sind auf den Resort-Inseln in der Regel nur als Zimmermädchen oder Kellner bzw. Gärtner oder Putzkraft anzutreffen. Die einheimischen Angestellten verlassen auch am Abend die Insel wieder. Das ist auf den Malediven so vorgesehen und Gesetz. Denn die Regierung versucht so den Kontakt der Einheimischen mit den westlich und meist christlich orientierten Touristen zu vermeiden, um die Kultur des Landes zu schützen. Wer den Wunsch hat in Malé die Moschee zu besuchen, der sollte sich entsprechend als Tourist kleiden – keine schulterfreien Shirts und keine kurzen Hosen!

Foto: H. Hoppe  / pixelio.de
Foto: H. Hoppe / pixelio.de

Trinkgelder

Die meisten Touristen bleiben den ganzen Urlaub über auf ihrer –Resort-Insel und verlassen diese meist nur zum Tauchausflug mit dem Boot. Nach dem Ende des Urlaubs werden sie wieder zurückgebracht auf die Flughafeninsel bei Malé. Aus diesem Grund werden auch nur die wenigsten Touristen auf den Malediven mit dem Thema Trinkgeld konfrontiert. In den Resorts selbst gibt man üblicherweise kein Trinkgeld. Im Restaurant in Malé sollte man 10 Prozent vom Rechnungswert bereithalten. Dem Kofferträger im Resort kann man aber umgerechnet 1 Euro pro transportiertem Gepäckstück geben. Trinkgelder allgemein werden aber als selbstverständlich angesehen. Als aufdringlich oder fordernd gelten die Malediver nicht.

Internationale Küche

Die einheimischen Speisen der Maldiver sind natürlich stark vom Islam – der Staatsreligion – beeinflusst. Der Verzehr von Schweinefleisch wird daher auf den Malediven überhaupt nicht praktiziert. Man muss als Tourist auch nicht danach fragen. Schweine werden auf den Malediven weder gehalten noch geschlachtet und Schweinefleisch wird auch nicht importiert. Auf dem Speiseplan auch in den Resort-Restaurants stehen vielmehr Fisch- und Huhngerichte. Diese werden auch nach maledivischer Art sehr vielfältig zubereitet. Reis ist auf den Malediven ein Hauptnahrungsmittel. In den Resort-Küchen allerdings werden auch internationale Speisen zubereitet, wie Nudeln oder Pizza. Man muss also keine Angst haben, wenn man weder Fisch noch Huhn mag, dass man die ganze Zeit über fasten muss. Wünsche an den Koch können in den Resorts natürlich geäußert werden.