Bäderkultur im Engadin

Die Bündener Bäderkultur hat eine lange Tradition. Abseits der Thermalbäder gibt es natürlich im Engadin auch noch viele Wellnesshotels Schweiz, in denen sehr viele Anwendungen angeboten werden – vom Heubad über Massagen bis hin zum Saunieren. Gerade aber die Thermalquellen haben es vielen, die rein zum Wellnessurlaub machen hierher kommen, etwas angetan. Denn Thermen und die Heilbäder in ganz Graubünden speisen sich aus teils seit Jahrhunderten bekannten Gesundheitsquellen. Bekannt sind die in Quellen in St. Moritz, welches seinen Weltruf nicht nur daher hat, dass es ein Promiort ist, sondern auch zuletzt diesem besonderen Wasser verdankt. Und dann ist da noch Scoul und Bad Alvaneu. In Bad Alvaneu wird schon seit dem 16. Jahrhundert gebadet und in Scoul schon seit 700 Jahren. Der Bädertourismus in Graubünden an sich ist seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in Betrieb.

Foto: Joujou / pixelio.de
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Scoul – lange Tradition ganz modern

Die heilsamen Wirkweisen des Wassers in Scoul erkannte schon Paracelsus als heilend an. Heute ist dort natürlich auch alles modernisiert und auf dem neuesten technischen Strand. Besonders bekannt ist das Bad in Scoul aus dem Grund, weil es mitten im Ort liegt und von außen weniger imposant wirkt, als innen. Gespeist wird dieses Bad von 20 Gesundheitsquellen. Eine Sonnenterrasse gibt es ebenfalls. Von hier aus kann man einen herrlichen Ausblick auf die Engadiner Berge genießen. Zudem verfügt die Anlage über einen riesigen Wellnessbereich mit finnischer Saunen, Warmbad (einer Biosauna) mit Farblichttherapie, Tauchbecken, Dampfbad, Fußwärmebecken und einem Römisch-Irischen Bad. Mitten in den Alpen kann man dort in dieser Badelandschaft die Verbindung zweier traditionsreicher, europäischer Badekulturen erleben.

Alvaneu

Ebenfalls auf dem neuesten Stand der Technik ist der Badebetrieb in Bad Alvaneu. Dort herrscht seit dem 16. Jahrhundert reger Badebetrieb, wobei die Blütezeit dort im 19. Jahrhundert lag. Dieses Bad wurde ebenfalls modernisiert und verfügt sogar über einen eigenen 18-Loch-Golfplatz in unmittelbarer Nähe. Selbst wenn man nicht direkt vor Ort hier wohnen möchte für die Dauer des Urlaubs ist es möglich, dass man von Pontresina oder von St. Moritz aus diesen Ort sehr gut erreichen kann. Schließlich ist es heute nicht mehr so, dass das Engadin als wild und unzugänglich gilt.