Autoversicherung in Polen wird teurer

Auch wenn Polen als Land mit moderaten Preisen gilt, so moderat wie in Deutschland sind die Beiträge zur Autoversicherung in Polen teils nicht. Ein Autoversicherung Vergleich lohnt sich kaum. Denn so viele Versicherungsgesellschaften wie in Deutschland gibt es in Polen nicht. Die Versicherungsprämien für die Autoversicherung sind dabei in den letzten Monaten stark gestiegen in Polen. Gleichzeitig zahlen die Versicherung immer geringere Entschädigungsbeiträge aus. Die Polnische Motorisierungskammer (PIM) hat sich nun schriftlich im Namen der unzufriedenen Autohalter und Werkstattbesitzer an den Sejmmarschall Marek Kuchcinski gewandt. Gleichzeitig ging man auch an die Öffentlichkeit und prangerte auf einer Pressekonferenz das Problem der gewaltig steigenden Beiträge bei der Autoversicherung in Polen an. Schon 2016 kam es zu den ersten Erhöhungen von Beiträgen ohne eine Gegenleistung. Drastisch war die Situation aber dann 2017.

Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de
Foto: Benjamin Klack / pixelio.de

Unverhältnismäßig hohe Steigerungen um 50 Prozent

In Polen muss jeder, der ein Auto besitzt, eine Haftpflicht abgeschlossen haben. Eine Kaskoversicherung ist nicht Pflicht, aber zu empfehlen. Doch bei einer Steigerung von durchschnittlich 15 Prozent allein im ersten Quartal 2016 bereits denken viele Polen darüber nach ihre Versicherung zu kündigen und ihr Auto stillzulegen. Vom Monatslohn ging dadurch ein schon ein beachtlicher Teil weg. 2017 stiegen die Prämien noch einmal. Inzwischen kann man sagen, dass eine Steigerung zu Anfang 2016 von 50 Prozent vorliegt. In Polen steigen dabei die Beiträge für die Autoversicherung nur dann, wenn eine zu hohe Anzahl von Unfällen und Schäden die Versicherungshöhe erreicht ist. Eine solche Steigerung ist für viele polnische Haushalte nicht mehr tragbar. Und alle Statistiken besagen, dass es so viele Unfälle gar nicht gegeben hat.

Sonderteam zur Kontrolle gefordert

Die Polnische Motorisierungskammer (PIM) fordert nun im Namen der Autofahrer und der Werkstattbesitzer ein Sonderteam zur Kontrolle der Autoversicherer. Denn nicht nur die Beiträge werden hochgeschraubt, auch die Kostenvoranschläge nach unten gedrückt. Und das ist der Punkt, wo die Werkzeugbesitzer betroffen sind. Denn diese können, um kostendeckend zumindest zu arbeiten, sich nicht mehr leisten ihren Kunden Originalteile einzubauen. Und das erhöht wiederum die Gefahr auf den polnischen Straßen. Mit dem Brief an an den Sejmmarschall Marek Kuchcinski will die PIM diese Vorgehensweise stoppen seitens der Versicherungsgesellschaften.